

Der Weg durch DIE 3 TORE
Geist, Herz und Seele
Der Weg durch DIE 3 TORE löst den Menschen aus der Identifikation mit seiner Überlebensarchitektur, die er im Laufe seiner Kindheit entwickelt hat. In den Geflechten von Geist, Herz und Seele begegnet er den Spuren seiner Eltern und Vorfahren in Form von Ahnenmustern, Ahnenkindern und Ahnenkräften. Sie wirken in der Überlebensarchitektur mit und tragen dazu bei, dass gebundene Kräfte in der Seele, verletzte Kindaspekte im Herzen und ein abgespaltener Verstand im Geiste sein Leben beherrschen. Wenn sich DIE 3 TORE wieder öffnen, treten die drei Weisen - die Wesenskraft, das Lichtkind und der bewusste Geist - wieder hervor und finden zurück in ihre ursprüngliche Verbundenheit. Das Lichtkind öffnet den Raum für das vollständige Erleben seiner selbst, die Wesenskraft erlangt ihren individuellen Ausdruck zurück und der bewusste Geist beginnt, diesen Ausdruck bewusst im Leben zu gestalten. Aus dieser Verbundenheit erwächst der innere Meister. Er führt den Menschen zurück in die Ordnung des Lebens - vom Überlebens-ICH zum reifen Erwachsenen.

Der Weg durch Die 3 Tore auf einen Blick
Der Weg ins Leben
Die natürliche Entwicklung des Menschen
Jeder Mensch kommt mit dem Potenzial in die ursprüngliche Ordnung des Lebens hinein zuwachsen zur Welt. Wenn man das Kind lässt, reift es auf ganz natürliche Weise in seinen Geflechten von Seele, Herz und Geist heran und kann sie als Erwachsener in Verbundenheit meistern. Das Kind durchläuft dabei den Prozess vom Dasein, zum Fühlen hin zur Gestaltung. Wenn ihm der freie Ausdruck seiner Seelenkräfte im ersten Lebensjahrsiebt ermöglicht wird, lernt es im zweiten Lebensjahrsiebt ihre Bewegungen zu kanalisieren. Dadurch entsteht ein innerer Raum, in dem es sich selbst fühlen und wahrnehmen kann. Aus diesem Raum heraus lernt es anschließend im dritten Lebensjahrsiebt seinen bewussten Geist und seinen Verstand zu benutzen, um Verantwortung für sein Leben zu übernehmen. So entfalten sich die drei Weisen - Wesenskraft, Lichtkind und bewusster Geist - nicht unabhängig voneinander, sondern wachsen zu einer lebendigen Einheit heran. Erst ihre Verbundenheit ermöglicht es dem Menschen, sein Leben aus seinem ursprünglichen Wesen heraus zu fühlen, zu erkennen und zu gestalten.

DIE SEELE, das TOR zum Dasein: „Ich bin“
Die Wesenskraft ist unser individueller Duft, unser einzigartiger Ausdruck des Schöpferwesens, das wir GottVaterMutter nennen. Mit der Inkarnation tritt sie durch das Tor der Seele in ein neues Seelengeflecht ein. Dieses legt sich wie ein Gewand um die Wesenskraft und verbindet sie mit den Kräften ihrer Lebensaufgabe.

DAS HERZ, das TOR zum Fühlen: „Ich erlebe“
Durch das Herz-Tor tritt die Seele in das Herzgeflecht ein. Es ist der Raum der Verbundenheit, des Mitgefühls und der Liebe. Das Lichtkind, welches in ihm wohnt, ist der reine, empfängliche Teil des inneren Kindes. Durch Blut und Atem verbindet das Lichtkind das Unsichtbare mit dem Sichtbaren, die Seele mit dem Leben.

DER GEIST, das TOR zur Gestaltung: „Ich erschaffe“
Durch das Geist-Tor gestaltet die Seele ihr Dasein in Gedanke und Form. Im Geistgeflecht wird sie sich ihrer selbst durch den bewussten Geist gewahr. Sie erlebt das ICH BIN. Der denkende Verstand ist das Werkzeug des bewussten Geistes in Umsetzung und Tat.
Der Weg ins Überleben
Die Kompensation einer unterbrochenen Entwicklung
Doch selten kann ein Kind in die Ordnung des Lebens vollständig hineinwachsen und muss sich sehr früh seine Überlebensarchitektur erschaffen. Wie stark sich diese Architektur entwickelt, hängt zu einem großen Teil davon ab, inwieweit seine Eltern aus der Verbundenheit von Geist, Herz und Seele leben und die Altlasten der Ahnen in ihren Geflechten gereinigt haben. Die Überlebensarchitektur entsteht aus den drei Grundverletzungen des Kindes. Mit der zunehmenden Identifikation des Menschen mit ihr formt sich das Überlebens-ICH.
Die 3 Grundverletzungen des Kindes
In seiner Ursprünglichkeit bringt das Lichtkind seine Lebendigkeit, seine Gefühle, seinen Willen und seine Bedürfnisse frei zum Ausdruck. Doch gerade diese Unbedarftheit berührt den Mangel und die ungelösten Verletzungen des Erwachsenen. Unbewusst reagiert er darauf mit Angriff, Abwendung oder Vereinnahmung. Das Lichtkind erfährt dabei, dass Teile seines Wesens nicht willkommen sind. In ihm entstehen schwere Emotionen von Trauer, Wut, Scham, Angst und Ohnmacht.
Die gebundenen Seelenkräfte schützen das Kind
Während das Lichtkind seinen freien Ausdruck zunehmend verliert, beginnen die Krieger, das Seelenfeld zu schützen und zu verteidigen. Dadurch verstärken sie seine Isolation. Die Raumgebenden Seelenkräfte ziehen sich zurück, weil ihre freie Wirkung eine Bedrohung für sein Überleben darstellt. Andere wiederum koppeln sich ab und dienen der Kompensation des Erwachsenen.
Der Verstand setzt die Überlebensstrategie um
Zunehmend löst sich der Verstand in diesem Prozess von der Führung des bewussten Geistes. Er entwickelt Handlungsmuster, die das Kind vor weiterem Schmerz bewahren und die Erfüllung seiner Grundbedürfnisse wiederherstellen sollen. Es bewegt sich nun zum Anderen hin, um Bindung zu sichern; vom Anderen weg, um sich zu schützen oder von sich selbst weg, um sein Raum für die Beziehung aufzugeben. Aus diesen Grundbewegungen entwickeln sich die drei Überlebensstrategien: Anpassung, Selbstschutz und Selbstaufgabe.
Das verletzte Kind
Wenn das Kind in seinem Schmerz nicht empfangen wird, wenn es die Emotionen nicht befreien kann und der Verstand keine Erklärungen bekommt; wenn ihm Liebe, Anerkennung, Zuwendung, Sicherheit und Freiheit fehlen, muss es die Situation auf sich beziehen und seiner Wahrnehmung misstrauen. Es entstehen die Grundüberzeugungen: Ich bin falsch. Ich bin alleine. Ich bin wertlos. So beginnt es einen Teil seiner Kraft zu unterdrücken, isoliert sich oder spaltet sich vom direkten Erleben ab. Was einst zum Lichtkind gehörte, wird nun zu einem verletzten Kind-Aspekt, der Schmerz, Erinnerung und Seelenkraft gebunden hält. Aus der Gesamtheit aller verletzter Kind-Aspekte entsteht das verletzte Kind.
Das Überlebens-ICH formt sich
Was einst dem Schutz des Kindes diente, prägt später das Denken, Fühlen und Handeln des Erwachsenen. Aus dem Zusammenspiel des verletzten Kindes, der gebundenen Seelenkräfte sowie der Überlebensstrategien von Verstand und Ego entsteht das Überlebens-ICH, das sich mit seiner Überlebensarchitektur identifiziert. Dabei geht allmählich sein Zugang zum bewussten Geist, zum Lichtkind und zur Wesenskraft verloren. Die Spirits werden vergessen. Doch das Überlebens-ICH muss nicht das Ende des Weges sein.
Das Ego stellt die Abwehr bereit
Das Ego ist die Abwehrfunktion der Überlebensarchitektur. Es wird aktiv, wenn eine aktuelle Erfahrung den gebundenen Schmerz der Grundüberzeugungen berührt und dadurch die darauf aufgebauten Überlebensstrategien bedroht werden. Deshalb manipuliert es die äußere Wirklichkeit in den Rollen von Opfer, Täter und Retter, damit die innere Bedrohung verschwindet. Es wiederholt die Grundverletzungen von Angriff, Abwendung und Vereinnahmung und versucht auf diese Weise Macht über Recht, Verantwortlichkeit und Beziehung zu erlangen.
Der Weg zurück ins Leben
Die bewusste Fortsetzung der natürlichen Entwicklung
Egal wie stark sich die Überlebensarchitektur entwickelt hat – jeder Mensch hat die Möglichkeit, sich ihrer bewusst zu werden und seine natürliche Entwicklung fortzusetzen. Der Wille zu dieser Veränderung lebt in jedem Menschen, wenn auch in unterschiedlicher Tiefe. Ob dies mit der Reife seiner Wesenskraft zusammenhängt, können wir vermuten. Wer sich auf den Weg durch DIE 3 TORE macht, beginnt die vielfältigen Schichten seines Überlebens-ICH zu durchleuchten. Je tiefer der Mensch dabei blickt, desto deutlicher erkennt er, dass seine Geschichte untrennbar mit der Geschichte seiner Eltern und der Generationen vor ihnen verwoben ist. In den drei Geflechten begegnet er ihren Spuren auf unterschiedliche Weise. In der Seele als Ahnenkräfte, im Herzen als Ahnenkinder und im Geist als Ahnenmuster.
Die Ahnenkräfte verwandeln
Die subtilste und zugleich höchste Ebene des Menschen ist die Seele. Die Seelenkräfte, welche die Wesenskraft umgeben, bestehen zu einem großen Teil aus Ahnenkräften. Sie bringen ihre eigene Dynamik mit in das Leben des Kindes. Es übernimmt sowohl freie als auch gebundene Kräfte, ohne sich dessen bewusst zu sein. Sie prägen seine Lebenslinie – von Gesundheit und Krankheit, von Reichtum und Armut, von Gelingen und Scheitern.
Auf dem Weg durch DIE 3 TORE richtet sich der Blick der Seele deshalb auf die Fragen:
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Welche Kräfte sind gebunden und blockieren den Ausdruck meines Potentials?
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Wie wird aus Macht wieder Dienst am Leben?
Die Ahnenkinder beheimaten
Das Herzgeflecht verbindet das Subtile mit dem Konkreten - die feinen Gefühle mit den groben Emotionen. Das Lichtkind, das Beziehung und Bindung ermöglicht, steht in direkter Verbindung mit den Ahnenkindern. Als Bewusstseinsaspekte vergangener Generationen tragen sie erfüllte oder unerfüllte Grundbedürfnisse, gehaltene oder ungehaltene Verletzungen sowie das Gefühl von Zugehörigkeit oder Heimatlosigkeit in sich. Sie prägen die Fähigkeit, Nähe zuzulassen, Vertrauen zu entwickeln und Verbundenheit zu erleben.
Auf dem Weg durch DIE 3 TORE richtet sich das Herz deshalb auf die Fragen:
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Welche Verletzungen und Mangelerfahrungen wurden an mich weitergegeben?
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Wie kann ich Heimat und Zugehörigkeit wieder in mir selbst finden?
Die Ahnenmuster erkennen
Der denkende Verstand im Geistgeflecht befasst sich mit dem Konkreten. Er identifiziert sich mit allen äußeren Erscheinungsformen: Mein Körper, meine Gedanken, meine Geschichte… Hier wirken die Ahnenmuster weiter – als Werte, Gebote, Verbote, Rollen, Weltbilder und Glaubenssätze vergangener Generationen. Sie prägen das Denken und Handeln des Verstandes und in wieweit der bewusste Geist wirken kann.
Auf dem Weg durch DIE 3 TORE richtet sich der Geist deshalb auf die Fragen:
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Welche Weltbilder, Rollen und Glaubenssätze habe ich übernommen?
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Welche vergangenen Geschichten erzählen noch immer durch mich?
Die Antworten auf diese Fragen können wir nicht allein mit dem Verstand finden. Sie erschließen sich dem Menschen, wenn die drei Weisen von Geist, Herz und Seele wieder beginnen, miteinander in Beziehung zu treten. Was lange im Unbewussten lag, dringt nach und nach ins Bewusstsein. Der Mensch erkennt dabei, dass er seine Kindheit nicht heilen muss – sie ist bereits vergangen. Er kehrt zu jenen Stellen zurück, an denen seine natürliche Entwicklung unterbrochen wurde. Dort kann er seinen Weg erneut aufnehmen und zu dem Erwachsenen heranreifen, der er ursprünglich hätte werden können. Die Erfahrungen der Vergangenheit verlieren dadurch nicht ihre Bedeutung. Sie werden zum Nährboden seiner inneren Reife. Wie eine Blume ihren Kopf der Sonne entgegenstreckt, richtet sich auch der Mensch wieder dem Leben zu. Er sieht: Nur weil er den Mut hatte, in die Dunkelheit zu schauen, kann er heute das Licht bewusst erkennen.